Olvistium
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Wie unsere Modelle entstehen

Forschung mit wissenschaftlicher Strenge.

Das Forschungsteam hinter Olvistium umfasst 15 Personen mit Hintergrund in Quantitative Finance, Machine Learning und Marktmikrostruktur. Was sie tatsächlich tun.

Modellarchitektur

Olvistium verwendet drei separate Reinforcement-Learning-Agenten, jeder optimiert für einen spezifischen Marktzustand:

  1. Trending-Agent: Entwickelt für persistierende Preisbewegungen (positive Autokorrelation). Aktiv typischerweise 35–45% der Handelstage.
  2. Range-Agent: Kalibriert für mean-reverting Marktphasen. Aktiv typischerweise 40–50% der Zeit.
  3. High-Volatility-Agent: Aktiviert, wenn 30-Tage-Realized-Volatility einen instrumentspezifischen Schwellenwert überschreitet. Priorität auf Kapitalerhalt statt Renditemaximierung.

Ein Meta-Selector klassifiziert alle 60 Sekunden das aktuelle Marktregime und wählt den passenden Agenten. Klassifikation basiert auf einer Kombination von Hurst-Exponent, realisierter Volatilität und Cross-Asset-Korrelationsstruktur.

Modelltyp im Detail. Alle drei Agenten sind Proximal Policy Optimization (PPO) mit einer angepassten Reward-Funktion, die den Sharpe-Ratio über einen 60-Handelstage-Horizont maximiert, mit expliziter Bestrafung für Drawdowns über 8%. Neural-Network-Architektur: 4-Layer MLP mit LayerNorm und ELU-Aktivierung.

Datenquellen

Daten aus über 40 Quellen — kommerziell und Open-Source:

Modellvalidierung — Walk-Forward-Ansatz

Ausschließlich Walk-Forward-Validierung, keine In-Sample-Backtests. Jedes Modell wird auf einem rollierenden 24-Monats-Fenster trainiert und auf den folgenden 6 Monaten getestet. Erst nach robuster Out-of-Sample-Performance in mehreren aufeinanderfolgenden Perioden geht ein Modell in Produktion.

Aktuelle Produktionsmodelle wurden über den Zeitraum 2007–2026 walk-forward validiert — dies umfasst die Finanzkrise 2008, die Eurokrise 2011, den COVID-Crash 2020, die Inflationsschocks 2022–2023 und die Sommer-Volatilität 2024.

Redaktionelle Unabhängigkeit

Das Forschungsteam ist organisatorisch vom Vertrieb, Marketing und der Geschäftsführung getrennt. Forschungsergebnisse — auch negative Findings, die zu Modell-Deaktivierungen führen — werden intern ohne kommerzielle Rücksichten kommuniziert.

Wenn ein Modell in einer Marktphase konsistent unterdurchschnittlich abschneidet, wird es abgeschaltet. Dies ist im laufenden Jahr bereits einmal geschehen (Deaktivierung des ersten Range-V2-Agenten im April 2026), ohne Verzögerung und ohne Rücksprache mit Marketing.

Makro-Beobachtung

Neben den quantitativen Modellen überwacht das Team laufend die wichtigsten Makro-Indikatoren mit Einfluss auf europäische und globale Märkte: EZB-Zinsentscheidungen, Bundesbank-Kommentare, ifo-Geschäftsklima, ZEW-Indikator, PMI-Daten aus Deutschland und der Eurozone. Diese fließen als Features in die Modelle, sind aber nicht die primäre Signalquelle.